Am 30. Juli ist Earth Overshoot Day. An diesem Tag hat die Menschheit rechnerisch alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht, die für 2026 zur Verfügung stehen. Greenpeace Schweiz fordert systemische Veränderungen.

Mit der Berechnung des Earth Overshoot Day zeigt das Global Footprint Network Jahr für Jahr, wie gross unser Raubbau an der Umwelt ist. 1983 war unser ökologisches Konto letztmals ungefähr ausgeglichen. Das heisst, wir verbrauchten so viele natürliche Ressourcen, wie nachwachsen. Damals fiel der Earth Overshoot Day letzmals in den Dezember.

Von diesem Datum sind wir seit Jahrzehnten weit entfernt. Seither hat die Erdüberlastung masiv zugenommen. 2026 fällt der Earth Overshoot Day auf den 30. Juli. Das ist ein ähnliches Datum wie die Jahre zuvor. Je weiter hinten im Kalender der Overshoot Day liegt, desto geringer der Ressourcenverbrauch. In der Schweiz war der Overshoot Day dieses Jahr bereits am 11. Mai.

Ein grosser Treiber des kritischen Zustandes des Planeten ist die CO2-Belastung. Das bedeutet: Der Earth Overshoot Day widerspiegelt massgeblich die Klimakrise.

Die Lösung ist bekannt: Es braucht eine massive Reduktion des Verbrauchs fossiler Brennstoffe. Was muss noch geschehen, damit die Politik endlich den Notstand anerkennt und zusätzliche Massnahmen ergreift? 

Der gegenwärtige klimapolitische Kurs führt uns in noch extremere Zeiten. Würden zum Beispiel alle Länder so handeln wie die Schweiz, wird sich die durchschnittliche globale Erhitzung nochmals verdoppeln und unerträgliche Extreme wie Waldbrände sich vervielfachen. 

Damit sich das ändert, braucht es systemische Veränderungen. Es braucht zum Beispiel einen bewussten Konsum – weg vom immer mehr hin zu einem ganzheitlichen Verständnis, wie Umwelt und Mensch miteinander agieren. 

Kontakt

Roland Gysin, Greenpeace Schweiz Medienstelle, [email protected], 044 447 41 17