Angesichts der Schwierigkeiten, welche die Pandemie bringt, ruft Greenpeace Schweiz auf, die Gastronomie zu unterstützen und deren Take-Away-Angebote und Lieferdienste zu nutzen. Damit aber der Abfallberg von Einwegverpackungen aus Plastik und Karton nicht weiter wächst, empfiehlt Greenpeace Schweiz, vermehrt Mehrwegverpackungen zu nutzen und lanciert dazu ein Statement und eine Info-Kampagne.

Die Pandemie trifft Gastronomie sehr hart. Restaurants, Beizen und Cafés sind seit Wochen geschlossen. Die finanzielle Hilfe des Staates ist oft nicht ausreichend. Dennoch haben viele Gastronom*innen den Kopf nicht in den Sand gesteckt und bieten bewährte oder neue Abhol- oder Lieferlösungen für ihre Menus an. Nicht alle Restaurants haben dafür günstige Rahmenbedingungen, aber einige – insbesondere in urbanen Quartieren – können damit Einbussen abfedern. Greenpeace Schweiz appelliert daher, die Betriebe unterstützen und zum Homeoffice-Lunch oder für ein Abendessen Take-Away und Lieferdienste zu nutzen.

Da bei Take-Aways und Lieferdiensten oft Einweggeschirr eingesetzt wird, verursacht dies zuhause einen grossen Abfallberg. Egal aus welchem Material, Einweggeschirr ist leider immer eine Verschwendung von Ressourcen. Geschirr aus Kunststoff wird zudem meist nicht rezykliert, sondern landet direkt im Kehricht und wird verbrannt. 

Alternative Materialien sind nicht besser: was aussieht wie Karton ist häufig auch plastifiziert und deshalb nicht geeignet für die Kartonabfuhr, sondern muss mit dem normalen Abfall entsorgt werden. Ausserdem bestehen Karton- und Papierverpackungen aus Zellstoff. Wenn nun alle Take-Away auf Karton umsteigen, steigt der Bedarf an Zellstoff enorm. Dieser kann nicht aus nachhaltig genutzten Quellen gedeckt werden. Es müssten mehr Wälder gerodet werden, darunter leidet die Biodiversität und das Klima.

Wenn man will, dass nach der Gastronomie nicht auch noch die Umwelt an der Pandemie leidet, nutzt man nach Möglichkeit mehr Mehrweggeschirr: Bringen Sie es selber mit oder bestellen Sie bei den die vielen innovativen Restaurants oder Lieferdienste, die solches anbieten. 

Mehrweg-Lösungen werden immer populärer. So gehören schon rund 1400 Betriebe zum Netzwerk von “Recircle”. Es gibt auch Gastronomen, die in den letzten Wochen spontan handelten und eigenes Mehrweggeschirr anbieten. Auch mehrere Lieferdienste setzen mittlerweile auf Mehrweg-Behälter. 

Die innovativen Betriebe sind vorhanden. Die Möglichkeit, das eigene Mehrweg-Geschirr im Restaurant füllen zu lassen besteht – natürlich alles unter Einhaltung der Hygiene-Regeln. Greenpeace Schweiz fordert daher alle Gastronomie-Freunde auf, ein Statement zu unterzeichnen und damit sowohl den Restaurants als auch der Umwelt zu helfen.

Weitere Informationen

Hier geht es zum Statement «Mehr Take-Away, weniger Abfall»

Kontakt

  • Joël Widmer, Mediensprecher Kampagne Zerowaste von Greenpeace Schweiz
    [email protected], 079 750 37 25