Abstimmungsempfehlung: JA

In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der Passagiere am Internationalen Flughafen Genf auf mehr als 15 Millionen pro Jahr verdoppelt.

Für die Behörden des Kantons ist dieser Trend nicht aufzuhalten, und sie schätzen, dass diese Zahl im Jahr 2030 25 Millionen überschreiten könnte.

Das wären 650 Flüge pro Tag oder ein Flug alle 90 Sekunden, 18 Stunden pro Tag, 365 Tage pro Jahr.

Aber eine solche Entwicklung hat ihren Preis. Die Tätigkeit eines Flughafens erzeugt für einen immer größer werdenden Teil der Bevölkerung eine Vielzahl von negativen externen Effekten, vor allem Lärm, Luftverschmutzung und natürlich Klimaauswirkungen.

Die Initiative „Für eine demokratische Steuerung des Flughafens Genf“ will sicherstellen, dass die Entwicklung des Flughafens nicht mehr zu Lasten der Bevölkerung und des Klimaengagements des Kantons Genf und der Schweiz gehen darf. Es ist absurd zu glauben, dass die Schweiz ihre Klimaziele erreichen kann, während der Flugverkehr unkontrolliert zunehmen kann. Ziel der Initiative ist es, sowohl den Flughafen Genf als auch die kantonalen Behörden zu verpflichten, die Lebensqualität der Bevölkerung und Klimafragen beim Flugverkehrsmanagement zu berücksichtigen. Der Erfolg der Initiative würde die derzeitige Logik des Luftverkehrswachstums in unserem Land in Frage stellen. Deshalb fordert Greenpeace Schweiz eine JA-Abstimmung über diese Initiative.

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