Heute haben die eidgenössischen Räte das Atom-Gesetz in der Schlussabstimmung knapp verabschiedet. Mit dem Atom-Gesetz würde die Schweiz den Weg für teure und riskante neue Atomkraftwerke öffnen. Ein breites Bündnis «Nein zu neuen AKW» bereitet nun das Referendum gegen den Gegenvorschlag des Bundesrats zur «Blackout-Initiative» vor.

2017 hat sich die Schweizer Stimmbevölkerung klar für den Atomausstieg und den konsequenten Ausbau der erneuerbaren Energien ausgesprochen. Dieser Weg ist erfolgreich: Die Schweiz kann ihren Strombedarf mit einheimischer Energie aus Solar-, Wind- und Wasserkraft decken. Trotzdem will das Parlament – unter massivem Druck der Atomlobby – neue AKW wieder zulassen. Dieser Entscheid besiegelt eine unnötige und unverantwortliche Kehrtwende.

Mehr Abhängigkeit von Uran, Risiko für Katastrophen

Mit neuen AKW macht sich die Schweiz weiterhin von Russland für Uran-Importe abhängig und bremst den Ausbau erneuerbarer Energien aus, die einheimisch und kostengünstig sind. Neue Atomkraftwerke bergen zudem ein enormes Risiko für Katastrophen, wie die Unfälle von Tschernobyl und Fukushima gezeigt haben. Im Weiteren ist die Endlagerung des radioaktiven Abfalls von neuen AKW ungelöst.

Milliardenkosten für die Bevölkerung

Weltweit wird kein Atomkraftwerk ohne staatliche Subventionen gebaut und betrieben. Der Bau eines neuen AKW in der Schweiz würde zu Kosten von mindestens 25 Milliarden Franken führen. Die Rechnung bezahlt die Bevölkerung über höhere Steuern oder Strompreise. Gleichzeitig werden damit der Ausbau der Erneuerbaren und die Versorgungssicherheit der nächsten rund 20 Jahre in Frage gestellt.

Referendum folgt: Stimmbevölkerung wird Entscheid korrigieren

Das Bündnis «Nein zu neuen AKW» wird gegen diesen riskanten und kostspieligen Rückschritt kämpfen und dafür sorgen, dass die Bevölkerung in dieser Angelegenheit das letzte Wort hat. Die Bevölkerung hat schon mehrfach ihren Willen für die Erneuerbaren und den Ausstieg aus der Atomenergie bestätigt. Sie wird den heute vom Parlament getroffenen Fehlentscheid korrigieren. Die Unterschriftensammlung für das Referendum beginnt voraussichtlich am 30. Juni (die Einladung zur Medienkonferenz folgt später).

Breites Bündnis sammelt Unterschriften

Das Bündnis «Nein zu neuen AKW» besteht aus mehreren Parteien und Organisationen, die sich für eine menschen- und umweltfreundliche Energiezukunft aus Erneuerbaren und gegen die Aufhebung des AKW-Neubauverbots einsetzen.


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