Über 125’000 Personen haben das Referendum gegen neue AKW unterzeichnet, mehr als doppelt so viele, wie es für ein Referendum braucht. Der Sammelerfolg zeigt: Die Bevölkerung will keine neuen Atomkraftwerke – denn diese sind teuer, gefährlich und machen uns abhängig von Uranimporten aus Russland. Am 6. Oktober wird das Bündnis «Nein zu neuen AKW» die Unterschriften bei der Bundeskanzlei in Bern einreichen.

Am 30. Juni hat ein breites Bündnis von zahlreichen Organisationen, Politiker:innen aller Lager und Vertreter:innen aus der Wirtschaft das Referendum gegen das Atom-Gesetz lanciert. Mit dem Gesetz will das Parlament den Bau von Atomkraftwerken in der Schweiz wieder ermöglichen. Die Atom-Lobby wird dabei nicht müde zu behaupten, der Wind rund um den Bau neuer Atomkraftwerke in der Schweiz habe gedreht. Die hohe Unterschriftenzahl belegt nun das Gegenteil. 

Grosse Unterstützung aus der Bevölkerung

Innerhalb von nur drei Monaten ist es gelungen, über 125’000 Unterschriften gegen neue AKW zu sammeln. Getragen wurde die Sammlung von Hunderten von engagierten Freiwilligen. Das grosse Engagement von Menschen aus allen politischen Lagern war während der Unterschriftensammlung in der ganzen Schweiz spürbar. Dass in so kurzer Zeit derart viele Unterschriften aus Überzeugung zusammen gekommen sind, zeigt, dass die Bevölkerung nach wie vor keine neuen Atomkraftwerke will. Das Risiko und die Kosten sind und bleiben zu hoch dafür.

Bundesrat und Parlament politisieren am Volk vorbei

Die Stimmbevölkerung hat sich dreimal klar für eine erneuerbare Zukunft entschieden – 2017 mit dem Ja zur Energiestrategie, 2023 in der Abstimmung zum Klimaschutzgesetz und 2024 mit einer deutlichen Annahme des Stromgesetzes. Dieser Weg ist erfolgreich: Die Schweiz deckt ihren Bedarf zunehmend mit einheimischer Solarenergie, Speichern, Wind- und Wasserkraft. Trotzdem hat das Parlament unter grossem Druck dem Atom-Gesetz des Bundesrats zugestimmt. 

Referendum wird eingereicht – Volksabstimmung folgt 

Darum wird auch jetzt die Stimmbevölkerung das letzte Wort haben. Die Vertreterinnen und Vertreter des Bündnisses, der politischen Parteien und der beteiligten Organisationen, zusammen mit vielen Freiwilligen, reichen die beglaubigten Unterschriften am 6. Oktober 2026 fristgerecht bei der Bundeskanzlei ein. 

Die Medien sind herzlich dazu eingeladen, an der Übergabe der Unterschriften teilzunehmen:

Dienstag, 6. Oktober 2026, ab 13:30 Uhr (Einreichen um 14.00 Uhr)

Bundeskanzlei

Bundesterrasse, Bundeshaus West 

Wir freuen uns über Ihre Anmeldung aus organisatorischen Gründen.  

Kontakt für organisatorische Anliegen

Dimitri Rougy
Medienverantwortlicher Bündnis «Nein zu neuen AKW»
076 681 81 78, [email protected]

Medienstelle Greenpeace Schweiz, +41 44 447 41 11, [email protected]

Weitere Informationen

Medienmitteilung des Bündnisses «Nein zu neuen AKW» vom 30. Juni 2026 zur Lancierung des Referendums