Der Ausbau von Rechenzentren in Weltregionen, deren Strom hauptsächlich mit fossilem Gas und Kohle erzeugt wird, belastet zunehmend das Klima. Nur mit erneuerbaren Energien kann die Verbindung von KI und Cloud-Diensten mit Klimaschutz gelingen. Das zeigt eine neue Studie von Greenpeace Deutschland.
Eine neue Studie des Öko-Instituts für Greenpeace Deutschland untersucht erstmals die Stromquellen von rund 6700 Rechenzentren weltweit. Sie bewertet die CO2-Emissionen der Standorte anhand des lokalen Strommixes.
Dabei zeigen sich deutliche regionale Unterschiede: Rechenzentren in den USA verursachen durch ihren fossilen Strommix etwa ein Drittel mehr klimaschädliche Treibhausgase (414 Gramm CO2 pro Kilowattstunde) als europäische (263g/KWh).
«Der Energiemix entscheidet über die Klimabilanz der Rechenzentren und dieser verbessert sich in Europa, während er in den USA schmutziger wird», sagt Mauricio Vargas von Greenpeace Deutschland.
«Besonders die Marktführer Amazon Web Services (AWS), Meta, Google und Microsoft nehmen einen schlechten CO2-Fussabdruck bewusst in Kauf, indem sie ihre Rechenzentren in Regionen mit schmutzigem Strom bauen. Europäische Anbieter sind dagegen im Vorteil. Nur mit erneuerbaren Energien kann die Verbindung von KI und Cloud-Diensten mit Klimaschutz gelingen.»
Die Studie kommt zum Schluss, dass Rechenzentren künftig nur an Standorten betrieben werden sollten, wo erneuerbare Energien verfügbar sind. Zudem werden Investitionen in direkt angeschlossene Wind- und Solaranlagen, Batteriespeicher sowie die Nutzung von Abwärme empfohlen.
Kontakt
Roland Gysin, Medienstelle Greenpeace Schweiz, 044 447 41 17, [email protected]


